Freiwillige Feuerwehr Häusern
retten
löschen
bergen
schützen
Facebook
Wetterwarnungen
Rauchmelder
Home
Aktuelles
Über uns
Einsätze
Technik
Unterstützung
Jugendfeuerwehr

Chronik

 

Vorgeschichte

Um auf die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Häusern eingehen zu können, ist es wichtig einen Überblick zu den weiteren geschichtlichen Hintergründen zu vermitteln. Ende des 18. Jahrhunderts kamen die ersten privaten Feuerversicherungen auf. Zur gleichen Zeit begann die damalige Regierung, Kaiserin Maria Theresia und Josef der II., das Feuerversicherungs- und Löschwesen in den Vorderösterreichischen Landen gesetzlich zu regeln. Nach dem Übergang der Vorderösterreichischen Gebiete an das von Napoleon gebildete Großherzogtum Baden begann dessen Regierung mit dem Ausbau der vorhandenen Ansätze, was schließlich zur allgemeinen Entwicklung örtlicher Freiwilliger Feuerwehren führte.

So verordnete das damalige Großherzogliche Bezirksamt St. Blasien im Jahr 1823 die Aufstellung einer Feuerlöschmannschaft in der Vogtei Höchenschwand, zu deren Ausrüstung und Mannschaftsgestellung Häusern, Tiefenhäusern und Amrigschwand beizutragen hatten. Im Jahr 1827 befahl die Regierung das Anschaffen von Löschgerät, daraufhin wurde eine gemeinschaftliche Feuerspritze angeschafft. Die Kosten hierfür wurden auf die 4 teilhabenden Gemeinden, entsprechend der vorhandenen Hauseigentümer aufgeteilt, Häusern war mit 35 Häusern beaufschlagt. Die Spritze wurde in Höchenschwand stationiert und die anfallenden Reparaturkosten wurden anteilmäßig auf die 4 Gemeinden umgelegt. Häusern verbesserte im Laufe der Zeit die Ausrüstung und beschaffte 5 Feuerhaken und 4 Feuerleitern für die Mannschaft. Im Jahr 1836 sogar eine eigene Handfeuerlöschspritze. Für eine ausreichende Löschwasserversorgung wurden in den folgenden Jahren Brandweiher angelegt. Die fortlaufend an die Spritzengemeinschaft zu leistenden Beiträge, mögen wohl mit dazu beigetragen haben, dass man sich in den 1880er Jahren mit der Loslösung aus der Gemeinschaft mit Höchenschwand befasste. Dies führte schließlich in den Jahren 1886 - 1888 zu folgenden Gemeinderats Beschlüssen:

1886 einstimmiger Beschluss, die Gemeinschaft mit den Gemeinden auf dem Höchenschwander Berg aufzulösen und eine eigene Feuerspritze anzuschaffen oder die gemeinschaftliche Feuerspritze in Höchenschwand zu ersteigern. Für den Erwerb einer eigenen Feuerspritze wurden 900 - 1000 Mark eingeplant. Im gleichen Jahr wurde dann von dem Feuerspritzenmacher Schnitzer und Sohn in Birkendorf eine 4-rädrige Saug- und Druckspritze, welche ca. 1000 Mark kostete, durch die Gemeinde angeschafft.

 

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr

Mit Beginn des Jahres 1889 wurde vom Gemeinderat beschlossen, die Bürger zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr aufzurufen. Am 10. Juni 1889 erklärten sich 17 Männer vor dem Gemeinderat bereit, eine Freiwillige Feuerwehr zu bilden und Mütze und Tuchrock selbst zu beschaffen. Bei der Gründungsversammlung am 15. August 1889 wurden zur Führung der Mannschaft folgende Männer gewählt:

Bürgermeister Josef Böhler wurde daraufhin vom Großherzoglichen Bezirksamt St. Blasien aufgefordert, die Statuten der neugegründeten Wehr und einen Kostenvoranschlag über anzuschaffende Ausrüstungsgegenstände vorzulegen. Für die Ausrüstung der Wehr hatte nach wie vor die Gemeinde die finanziellen Mittel bereitzustellen. Nach einer Forderung der Landes-Feuerwehr-Unterstützungskasse in Karlsruhe sollte die Wehr mit folgenden Ausrüstungsgegenständen versehen werden: 2 Steigleitern, 10 Steigleinen, 25 breite Gurte, 45 schmale Gurte, 70 Helme, 6 Haarbüschen, 100 Hanfschläuche, 1 vierrädrigen Leiterwagen, 10 Laternen, 2 Äxte, 1 Säge und 4 Einreißhaken. Dieser Forderung wurde im Jahr 1890 weitgehend Folge geleistet.

Die Freiwillige Feuerwehr Häusern konnte kurz nach der Gründung auch eine Musikgruppe vorweisen, denn der damals bereits bestehende Musikverein hatte sich dieser freiwillig angeschlossen und fungierte bis zum Jahr 1922 als Feuerwehrkapelle. Die Musik erhielt nach dem Anschluss an die Feuerwehr zunächst einen jährlichen Zuschuss von 40 Mark und ab dem Jahr 1905 einen von 60 Mark. Bis zum Jahr 1905 waren die Geräte der Feuerwehr im alten Schulhaus (Baujahr 1828) untergebracht. Dieses sollte nun wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Zunächst war vorgesehen, die Geräte wieder im Schulhaus unterzubringen. Die Gemeinde erhielt aber die Auflage, für die Feuerwehrgeräte ein besonderes Haus zu erstellen. Bürgermeister und Gemeinderat beschlossen nun, die bei der Sparkasse angelegte Summe von 4879 Mark zum Neubau eines Spritzenhauses zu verwenden. Baumeister Berthold aus St. Blasien erhielt den Auftrag zur Planung und Bauleitung. Er fertigte die Pläne an und legte einen Kostenvoranschlag vor, so dass im Frühjahr 1907 mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte. Das Spritzenhaus wurde neben dem gleichzeitig im Bau befindlichen Schulhaus erstellt, an der Stelle, an welcher heute das Rathaus steht. Das neue Spritzenhaus konnte im Jahr 1908 bezogen werden. Die Kosten für das neue Gebäude betrugen 5500 Mark. Der mit einem kirchturmähnlichen Schlauchturm versehene Neubau erhielt im Volksmund den Übernamen »Bertholdsturm«. An der Straßenfront brachte man die Aufschrift »Feuerwehr« an, weil Ortsfremde das Gebäude oftmals für eine Kirche ansahen. Am 9. März 1915 erfolgte in der Fridolinskirche die Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Häusern, es war gleichzeitig eine Gedenkmesse für die gefallenen Kameraden des ersten Weltkrieges. Diese Fahnenweihe war ein teilweiser Nachvollzug der im August 1914 vorgesehenen Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Häusern. Im Jahre 1927 wurde das Ortswassernetz fertig gestellt und in Betrieb genommen, man verfügte jetzt über ein Netz von 28 Hydranten. Die Hilfsmannschaft, welche bisher für die Zufuhr von Wasser zu sorgen hatte, war nun überflüssig geworden, so dass man sie abschaffen konnte. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr die Feuerlöschpolizei. Der nationalsozialistische Staat stellte neben die Feuerlöschpolizei den Luftschutz, dadurch sank die Mitgliederzahl in der Feuerlöschpolizei dramatisch. Nach dem Kriege war die Mannschaft der Feuerwehr auf 30 Mann zusammengeschmolzen, so dass im Jahr 1946 eine Neuorganisation erfolgen musste. Auch die Feuerwehr wurde von der Entnazifizierung nicht verschont, nur 9 Feuerwehrmänner waren von den Franzosen und den ausführenden Spruchkammern nicht als »Nazi« eingestuft worden. Es war daher zunächst schwierig wieder eine schlagkräftige Wehr aufzubauen, denn bis Mitte der 50er Jahre wechselten die Kommandanten fast jährlich. Bei einer im Jahr 1951 vom Landratsamt Neustadt durchgeführten Ortsbereisung wurde festgestellt, dass bei der Feuerwehr erhebliche Mängel bestehen. Schlechte Ausrüstung und die mangelnde Mannschaftsstärke wurden kritisiert. Schon in den 50er Jahren wurden die Bürgermeister aufgefordert, geeignete Männer der Freiwilligen Feuerwehren anzuhalten, die Landesfeuerwehrschule in Freiburg zu besuchen. Wehrführer Franz Volk besuchte im Jahr 1952 als erster einen solchen 14tägigen Lehrgang auf der Landesfeuerwehrschule. Das Jahr 1954 brachte den Abriss des alten, 1908 erbauten Feuerwehrhauses, um Platz zu schaffen für das neue Rathaus, in welchem genügend Raum für die Feuerwehrgeräte und einen Schlauchtrockenturm eingebaut wurden. Im gleichen Jahr absolvierten die Feuerwehrmänner Albert Kaiser und Ernst Schmidt einen Lehrgang bei der Feuerwehrschule in Freiburg.

Nachdem das neue Rathaus fertig gestellt wurde, konnten auch die Feuerwehrgeräte in den neuen Räumlichkeiten untergebracht werden. Gleichzeitig wurde eine Anhängermotorspritze TS 6 und einige andere Feuerlöschgeräte angeschafft. Um die erforderlichen Ausgaben zu tätigen und auch staatliche Zuschüsse erhalten zu können, wurde die Feuerschutzabgabe wieder eingeführt. Im Jahr 1964 war es endlich soweit, dass auch die Freiwillige Feuerwehr Häusern ein »klassisches« Jubiläum feiern konnte, denn die beiden vorhergehenden, 1914 das 25jährige und 1939 das 50jährige, mussten wegen jeweiligem Kriegsbeginn ausfallen. Vom 15. - 17. August, genau in den Tagen der Gründung, wurde das 75jährige Jubiläumsfest unter Mitwirkung örtlicher Vereine und der Bevölkerung feierlich durchgeführt. Die Wehr hatte im Jubiläumsjahr 37 aktive Mitglieder und 22 Mann in der Altersabteilung. Unter der Führung des seit 1962 amtierenden Feuerwehr-Kommandanten Albert Kaiser wurde die Schlagkraft der Wehr planmäßig vorangetrieben, denn neben dem gezielten Erweitern und Ergänzen der Ausrüstung verstand es der junge Wehrführer, die aktive Mannschaft zu einsichtsvoller und fleißiger Mitarbeit anzuregen.

Im Jahr 1966 ging für die Feuerwehr ein längst gehegter Traum in Erfüllung, denn die Gemeinde beschaffte ein neues Löschfahrzeug, ein LF 8 mit Metz Aufbau auf Basis eines Unimog 404S.

Dies hatte zur Folge, dass sich in den folgenden Jahren immer wieder junge Männer für die Feuerwehr interessierten, wodurch allmählich eine Verjüngung der aktiven Mannschaft erreicht wurde. Nach Durchführung der Kreisreform erfolgte im Dezember 1972 die Auflösung des Kreisfeuerwehr-Verbandes Hochschwarzwald und bereits im Januar 1973 wurde der Kreisfeuerwehr-Verband Waldshut neu gebildet. Im gleichen Jahr konnten die ersten Atemschutzgeräte ausgegeben werden, wodurch die Einsatzfähigkeit der Wehr gerade bei Bränden stark verbessert wurde. Bereits im folgenden Jahr konnten 20 Alarmempfänger an aktive Wehrmänner ausgehändigt werden und die Alarmierbarkeit der Wehr wurde vereinfacht. Das Jahr 1982 brachte einen Generationswechsel an der Führungsspitze, denn Kommandant Albert Kaiser gab dieses Amt, das er 20 Jahre ausübte, in jüngere Hände ab, und auch sein Stellvertreter, Werner Dobler, folgte dessen Beispiel. Neu gewählt wurden während der Generalversammlung im Mai 1982 als Kommandant Karl Ganzmann und als dessen Vertreter Hans-Peter Keßler. Albert Kaiser wurde bei diesem Anlass von Bürgermeister Gottfried Mutter zum Ehrenkommandanten ernannt. Im Dezember 1982 konnten neue Uniformen ausgehändigt werden, die dann im folgenden Mai mit einem Gottesdienst und anschließendem Frühschoppenkonzert eingeweiht wurden. Im Jahr 1985 gab es erneut einen Kommandantenwechsel, denn Karl Ganzmann musste, aus beruflichen Gründen, seinen Wohnsitz nach Donaueschingen verlegen, wodurch er sein Amt als Feuerwehrkommandant nicht weiter ausüben konnte. An seine Stelle trat der bisherige Stellvertreter Hans­ Peter Keßler, neuer Stellvertreter wurde Helmut Ganzmann. Im Jahre 1987 beschaffte die Gemeinde ein neues Feuerwehrfahrzeug TLF 8/18 zur Erhöhung der Schlagkraft der Wehr.

Das Fahrzeug mit einem Tankvolumen von 1800l auf einem Unimog Fahrgestell erlaubte eine taktische Neuausrichtung der Wehr, denn so konnte die erste Wasserversorgung direkt vom Fahrzeug aufgebaut werden.

Im Jahre 1989 konnte das 100 jährige Bestehen der Wehr in gebührendem Rahmen gefeiert werden. Am Festbankett überzeugte die Wehr mit einer gesanglichen Darbietung und auch der Festumzug fand, mit den angereisten Wehren der gesamten Raumschaft, einen festlichen Rahmen. Ein wichtiger Meilenstein im Jubiläumsjahr war auch die Gründung der Jugendfeuerwehr Häusern, die Leitung dieser übernahmen die Kameraden Rainer Weber und Helmut Hahn.

Auch das Jahr 1997 war für die Wehr sehr Ereignisreich mit traurigen Facetten. Im April trugen wir unseren Ehrenkommandanten Albert Kaiser zu Grabe, kurz nachdem ihm an der Generalversammlung für besondere Verdienste bei der Feuerwehr eine goldene Taschenuhr überreicht wurde. Am 15.06 wurde das neue Gerätehaus als Anbau an das Rathaus mit 3 Fahrzeugboxen eingeweiht. Bis zur Grundsteinlegung am 05.Mai 1996 gab es eine jahrelange Diskussion zum Neubau des Gerätehauses, besonders über die Standortfrage. Im späten Herbst wurde die neue Uniform mit den orangen Gore-Tex Jacken, die so genannten Jäger 90 an die Wehrmänner verteilt. Endlich ein ausreichender Wetterschutz bei widrigen Witterungsverhältnissen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 kam es zu einer weitreichenden Sturmkatastrophe, der Sturm Lothar sorgte alleine im Forstbezirk St.Blasien für 70000 Festmeter Sturmholz. Die Wehr war bei diesem Katastropheneinsatz viele Stunden im Einsatz und konnte Personen aus direkter Lebensgefahr befreien.

Im Juli des Jahres 2000 wurde ein weiteres Jubiläum der Wehr in einem Festzelt vor dem Gerätehaus gefeiert, kein rundes Jubiläum sondern die Schnapszahl 111 Jahre war Anlass für die Festlichkeiten. An der Generalversammlung des Jahres gab es einen Generationenwechsel an der Führungsspitze. Kommandant Hans-Peter Kessler und sein Stellvertreter Helmut Ganzmann legten ihre Ämter nieder, als Kommandant wurde Rainer Moser gewählt, Stellvertreter wurden Claus Zumkeller und Patrick Bühler.

Der 04.Februar des Jahres 2002 war ein trauriger Tag für die Wehr, das gute alte LF8 wurde ausser Dienst gestellt, allerdings nicht ohne Grund. Im Juli des Jahres wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF8-6 Iveco Magirus feierlich eingeweiht und das alte LF8 mit dem Badnerlied ins Museum verabschiedet. Das neue Löschgruppenfahrzeug war ein Quantensprung für die technische Ausrüstung der Wehr, denn es verfügte erstmals über eine umfangreiche Ausstattung von hydraulischem Rettungsgerät, welches gerade für die Befreiung von Personen aus verunfallten Personenkraftwagen benötigt wird. Monatelang wurde zweimal die Woche mit diesem Gerät trainiert und Seminare mit der Herstellerfirma abgehalten. Doch leider schnell wurde aus der Übung ernst, als wir im Juli zu einem PKW-Unfall mit einem Bus und mehreren eingeklemmten Personen alarmiert wurden. Aber es zeigte sich dort, dass die mühevolle Übungsarbeit gelohnt hatte.

Im Herbst des Jahres 2005 konnte uns durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Häusern, gegründet im November des Jahres 2003, ein Hochdruck Schaumlöschgerät, beschafft aus Spendengeldern übergeben werden. Eine sehr sinnvolle Ergänzung unserer Ausrüstung gerade bei Zimmer- und Fahrzeugbränden. An der Generalversammlung des Jahres kam es dann zu einem weiteren Führungswechsel in der Wehr, neu gewählter Kommandant wurde Patrick Bühler, mit den Stellvertretern Claus Zumkeller und Rainer Moser.

Eine besondere Ehre wurde an der folgenden Generalversammlung drei äusserst verdienten Kameraden zuteil, Werner Dobler, Kurt Schupp und Gustav Keppeler wurden als Ehrenmitglieder ernannt. Am St.Fridolinstag des Jahres 2007 wurde ihnen die neu gestaltete Ehrenmedaille der Wehr in einem festlichen Rahmen verliehen.

Eine weitere, von langer Hand geplante, Fahrzeugersatzbeschaffung stand im gleichen Jahr an. Ein neuer Mannschaftstransportwagen ein VW T5 mit Allradantrieb und einem gelungenen Fahrzeugausbau der Firma Weschenfelder konnte am 29. September würdevoll geweiht werden. Dieses Fahrzeug kann durch seine Ausstattung als Mannschaftstransporter, Einsatzleitfahrzeug und Kommandowagen genutzt werden. Ausserdem dient es bei Einsätzen als Zugfahrzeug für den neuen Transporthänger, der in Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr beschafft und umgebaut wurde. Die Kameraden der Wehr haben die Beschaffung des Mannschaftstransportwagens durch eine Spende aus der Kameradschaftskasse und durch zahlreiche Arbeitseinsätze unterstützt. Im Zuge dieser Arbeitseinsätze wurde der Kinderspielplatz an der Rotrütte in rund 600 Arbeitsstunden errichtet und konnte im Herbst mit einem Fest im Kreise der Wehr und des Gemeinderates eingeweiht werden.

In den letzen Jahren musste auch einiges in neue Schutzausrüstung investiert werden, so wurden alle Atemschutzgeräteträger mit Einsatzhosen nach neuester Norm ausgestattet, die gerade bei Brandeinsätzen das Verletzungsrisiko eindämmen. Diese neue Bekleidung verlangt allerdings nach einer angepassten Ausbildung der Atemschutzgeräteträger, so wird seit dem Jahre 2006 jährlich eine spezielle Ausbildung in einer holzbefeuerten Übungsanlage bei Freiburg durchgeführt, die den Kameraden den Nutzen und die Grenzen der neuen Einsatzkleidung aufzeigt. Die Ausrüstung der technischen Hilfeleistung wurde in den letzen Jahren durch einen Satz Hebekissen und ein Abstützsystem vervollständigt.

Beinahe jedes Jahr erhält die Wehr hochqualifizierten Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr. Ab einem Alter von 17 Jahren können die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr an den Proben der Aktivmannschaft teilnehmen und mit dem 18. Geburtstag werden sie, zumeist schon mit Feuerwehr Grundausbildung, in die aktiven Reihen übernommen. Somit kann die Wehr auf eine hervorragend ausgebildete Mannschaft von 2 Kameradinnen und 40 Kameraden blicken. In der Jugendfeuerwehr, unter Leitung von Matthias Schmid, lernen 16 Mädchen und Jungen die Grundlagen für die Feuerwehr kennen. Ausserdem kommt auch die sportliche und spielerische Seite nicht zu kurz, viele Pokale von kreisweiten Wettkämpfen und Turnieren zeugen von einer sehr erfolgreichen Jugendarbeit in der Wehr. Die Altersmannschaft mit 10 Kameraden nimmt zwar nicht mehr an den Proben teil, ist aber bei gesellschaftlichen Anlässen und Feierlichkeiten der Wehr immer mit dabei und unterstützt uns auch bei grösseren Einsätzen, wenn dies nötig ist, im Rückraum des Einsatzes. Insgesamt ist zu sagen, dass durch den hohen Ausbildungstand und die Schlagkraft der Wehr, in Verbindung mit schnellen Ausrückezeiten, viele Brände bereits in der Entstehung gelöscht werden konnten. Somit konnte bei einigen Brandeinsätzen weit schlimmeres Verhindert werden. Kompetentes Handeln bei technische Hilfeleistungen wird in realitätsnahen Proben geübt und kann so ebenfalls im Ernstfall umgesetzt werden.